Swantje Schendel

Zukunft. Solidarisch. Gerecht.

EU-Förderung stärkt ländliche Räume

3. Februar 2026

Hannover/Hildesheim. Eine positive Bilanz zu den im Rahmen des EU-Programms LEADER* geförderten Projekten zieht die grüne Abgeordnete Swantje Schendel anlässlich einer Befassung des Landtages in der zurückliegenden Woche. In Niedersachsen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Vorhaben entstanden, die direkt aus den Dörfern heraus entwickelt wurden – von Dorfläden und Begegnungsstätten über Kultur- und Tourismusangebote bis hin zu Mehrgenerationenhäusern.

Auch in der Hildesheimer Region wurden zahlreiche Projekte gefördert, wie etwa die Entwicklung und Ausbau eines touristischen Leitsystems für die Stadt Alfeld, Fassaden- und Fachwerksanierungen unter anderem in Bockenem und Holle oder die Erarbeitung eines Carsharing-Konzeptes für die Region Leinebergland. „Das Programm LEADER zeigt, wie europäische Fördermittel konkret und wirksam in den ländlichen Räumen ankommen“, erklärt Schendel. Gerade für ein Flächenland wie Niedersachsen sei diese Förderung von zentraler Bedeutung. „Dabei geht es um soziale Treffpunkte, Ehrenamt und schlussendlich um Lebensqualität und Grundversorgung. Es geht darum, dass Menschen bleiben – oder wieder zurückkommen.“

Die aktuell hohe Förderquote von bis zu 80 Prozent, in besonderen Fällen sogar bis zu 100 Prozent, ermögliche es Kommunen, Vereinen und Initiativen, Projekte überhaupt umzusetzen. „Viele Kommunen haben nur begrenzte finanzielle Spielräume. Ohne diese Förderquoten würden viele gute Ideen nicht realisiert werden“, so die Grünen-Politikerin.

Anzuerkennen sei dabei auch das Engagement des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Niedersachsen setzt sich klar für eine starke EU-Förderung des ländlichen Raums ein. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte vertritt diese Position gemeinsam mit der Koalitionspartnerin SPD mit Nachdruck gegenüber dem Bund“, so Schendel. Die Landesregierung hatte auf der Grünen Woche im Januar ein Positionspapier an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer übergeben, mit dem Ziel, auch ab 2027 verlässliche Rahmenbedingungen für Programme wie LEADER zu sichern. „Die Projekte auch hier vor Ort im Landkreis Hildesheim zeigen, dass eine EU-Förderung dann besonders wirksam ist, wenn sie regionale Gestaltungsspielräume eröffnet“, betont Schendel. „Für gleichwertige Lebensverhältnisse braucht es weiterhin verlässliche Unterstützung für ländlichen Räume.“

* LEADER ist ein englischsprachiges Akronym von französisch für Liaison entre actions de développement de l’économie rurale: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

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